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So gelingt erfolgreiches Employer Branding in der Pflege

Die Zeiten, in denen Arbeitgeber in der Pflege aus einer Vielzahl an Bewerbungen ihren Wunschkandidaten auswählen konnten, sind lange vorbei. Die Pflegebranche ist ein Arbeitnehmermarkt. Pflegekräfte können sich ihren Arbeitgeber aussuchen und haben klare Erwartungen an ihren zukünftigen Arbeitgeber.

 

Gute Arbeitsbedingungen allein reichen allerdings nicht aus, um Pflegekräfte zu gewinnen. Arbeitgeber in der Pflege müssen diese auch glaubhaft nach außen kommunizieren. Der Wettbewerb um gute Mitarbeiter:innen in der Pflege entscheidet sich folglich immer mehr über das Bild, was Kandidat:innen von einem Arbeitgeber im Kopf haben – die sogenannte Employer Brand.

 

Was Employer Branding genau ist und wie Sie auch mit wenig Budget eine attraktive Arbeitgebermarke aufbauen können, zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis

    Employer Branding in der Pflege: Was bedeutet das?

    Als Employer Branding bezeichnet man im Marketingjargon eine Strategie, die darauf abzielt, eine positive Arbeitgebermarke zu schaffen. Im Kern geht es darum, sich sowohl nach außen als auch nach innen einen Ruf als attraktive Arbeitgeber aufzubauen und so vom Wettbewerb abzuheben. 

    Dabei geht es nicht darum, falsche Versprechungen zu machen, sondern – im Gegenteil –  darum, die bereits vorhandenen guten Arbeitsbedingungen zu kommunizieren. Typische Kanäle sind die eigene Website, Social Media, Presse oder Mund-zu-Mund-Propaganda.

    Pflegekräfte sollten bereits vor dem ersten Kontakt ein positives Bild von ihrem zukünftigen Arbeitgeber haben. Neben potenziellen Kandidat:innen ist eine ebenso wichtige Zielgruppe des Employer Brandings die bereits vorhandenen Mitarbeiter:innen.

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    Ziele und Zielgruppen des Employer Brandings

    Zu den größten Herausforderungen der Pflegebranche gehören die Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung. Employer Branding kann auf beides einzahlen. Denn eine gute Employer Branding Strategie wirkt nach außen und nach innen.

    Nach außen hin unterstützt Employer Branding das Recruiting, indem potenziellen Mitarbeitende Antworten auf folgenden Fragen bietet:

    • Was macht Ihr Unternehmen besser als andere?
    • Welche Vorteile hat eine Pflegekraft, wenn sie sich für Sie entscheidet?
    • Welche Benefits bieten Sie ihren Pflegekräften?

    Vor allem die letzte Frage zeigt, dass es zu kurz gedacht wäre, Employer Branding auf die Wirkung nach außen zu beschränken. Denn was Sie nach außen kommunizieren, sollten Sie auch im Pflegealltag umsetzen. So gelingt es Ihnen nicht nur, Pflegekräfte zu halten, sondern Ihr Ruf als guter Arbeitgeber spricht sich durch Ihre zufriedenen Mitarbeiter:innen herum.

    Auf einen Blick: Vorteile von Employer Branding für die Pflegebranche

    Arbeitgeber in der Pflege, die gutes Employer Branding betreiben, können mit zahlreichen positiven Effekten rechnen, sowohl auf die Außen- als auch auf die Innenwahrnehmung.

    Vorteile für die Mitarbeitergewinnung

    Vorteile für die Mitarbeiterbindung

    • Bekanntheit erhöhen & Image verbessern
    • vom Wettbewerb abgrenzen
    • kürzere Recruitingzeiten und geringere -kosten
    • Anzahl und Qualität der Bewerbungen steigt
    • positive Mundpropaganda durch zufriedene Beschäftigte
    • eine positive Unternehmenskultur fördern
    • Loyalität und Zufriedenheit des bestehenden Teams steigern
    • das Engagement der bestehenden Mitarbeiter:innen steigern
    • geringere Fluktuation

    Auch wenn formell zwischen der inneren und der äußeren Employer Brand unterschieden wird, gehen beide Bereiche Hand in Hand. Denn nur mit einer starken Mitarbeiterbindung können Sie Ihre Vorzüge glaubhaft nach außen kommunizieren.

    Employer Branding Strategie entwickeln: So geht’s.

    Die Vorteile zeigen: Employer Branding ist eines der wichtigsten Hilfsmittel für erfolgreiches Recruiting. Doch wie startet man?

    Mit diesen einfachen Schritten entwickeln Sie, eine Strategie für Ihr Unternehmen:

    Schritt 1: Ist-Analyse – Wo stehen Sie aktuell?

    Der erste Schritt zur Entwicklung der Employer Brand sollte darin bestehen, den Status quo zu ermitteln. 

    • Wie ist es aktuell um Ihre Attraktivität als Arbeitgeber bestellt? 

    • Was sind Ihre Stärken? Wo liegen Ihre Schwächen? 

    • Wie unterscheiden Sie sich vom Wettbewerb?

    • Welche Maßnahmen wurden bislang umgesetzt und warum?
    • Welche Benefits schätzen Pflegekräfte?
    • Welche Ziele möchten Sie erreichen?

    Führen Sie ggf. eine anonyme Befragung Ihrer Mitarbeiter:innen durch, um Antworten auf diese Fragen zu erhalten.

    Was Pflegekräfte an ihrer Arbeit motiviert, erfahren Sie in unserem Beitrag: Pflegekräfte verraten, was sie an ihrem Job lieben

    Schritt 2: Die Employer Brand formulieren

    Welche Werte möchten Sie nach innen und außen leben? Was ist ihnen wichtig? Ziehen Sie hierzu die Erkenntnisse aus Schritt 1 heran. 

    Mögliche Schwerpunkte sind:

    • Sie ermöglichen Ihren Pflegekräften eine gute Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.
    • Sie legen besonderen Wert auf Fortbildung und haben hierzu ein Konzept ausgearbeitet.
    • Sie haben ein tolles Team und ein besonders harmonisches Arbeitsumfeld.
    • Ihre Patient:innen oder Bewohner:innen werden bei Ihnen besonders gut behandelt.
    • Sie haben ein besonders innovatives Arbeitszeitkonzept umgesetzt.
    • Sie sind immer auf dem neuesten Stand, was Technik und Konzepte angeht.

    Schritt 3: In die Umsetzung gehen

    Nun geht es in die Umsetzung. Welche Maßnahmen für Ihr Unternehmen empfehlenswert sind, hängt sowohl von Ihren Werten, Ihrer Ausrichtung und Ihren Ressourcen ab. Einige Maßnahmen stellen wir Ihnen weiter unten im Beitrag vor.

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    Was macht gutes Employer Branding aus?

    Die schlechte Nachricht vorweg: Eine Patentlösung für gutes Employer Branding gibt es nicht. Und auch mit ein paar halbherzigen, vom Wettbewerb abgeschauten Maßnahmen ist es nicht getan. Employer Branding ist ein langfristiges Projekt, dessen Kern die Werte und Persönlichkeit Ihres Unternehmens sind.

    Gutes Employer Branding ist:

    • Individuell: Wenn Sie das nachmachen, was andere machen, stechen Sie nicht hervor. Sorgen Sie für ein Alleinstellungsmerkmal.
    • Authentisch: Realitätsnah schlägt perfekt. Zeigen Sie Ihr Unternehmen und die Menschen, die darin arbeiten so, wie sie sind.
    • Langfristig: Vereinzelte Maßnahmen reichen nicht aus. Der Aufbau einer Employer Brand ist ein dauerhaftes Projekt.
    • Ehrlich: Machen Sie keine falschen Versprechungen. Nichts ist schlimmer als enttäuschte Erwartungen.
    • Ganzheitlich: Gutes Employer Branding verfolgt eine einheitliche Kommunikation – von der Website, über die Stellenanzeige bis hin zur Kündigung.

    Die gute Nachricht lautet allerdings: Auch kleine Einrichtung mit geringem Budget und wenig Marketing-Know-How können wirksames Employer Branding betreiben.

    Effektive Employer Branding-Maßnahmen für Arbeitgeber in der Pflege – auch mit kleinem Budget

    Nachfolgend stellen wir Ihnen sieben bewährte Methoden vor, die Ihnen – auch mit geringem Budget – helfen, Ihre Innen- und Außenwirkung als attraktiver Arbeitgeber zu stärken.

    1. Den Bewerbungsprozess optimieren

    Employer Branding fängt bei der Bewerbung an. Nicht wenige Pflegekräfte brechen einen Bewerbungsprozess ab, wenn dieser zu kompliziert, zu langatmig oder zu zeitaufwendig ist. Denn all dies könnte bereits ein Vorgeschmack auf den späteren Arbeitsalltag sein. Fehlt es bereits zu Beginn an Wertschätzung und Organisation, warum sollte es dann nach Vertragsunterzeichnung anders sein?

    Hinzu kommt, dass sich auf Online-Bewertungsplattformen nicht nur Kommentare von unzufriedenen Beschäftigen finden, sondern auch negative Erfahrungen zu Bewerbungsprozessen geteilt werden.

    Machen Sie es besser! Ein durchdachter Bewerbungsprozess kann Ihnen im Wettstreit um qualifizierte Fachkräfte nicht nur große Vorteile bieten, sondern auch auf Ihre Employer Brand einzahlen.

    So können Sie als Arbeitgeber im Bewerbungsprozess punkten:

    • kurze Reaktionszeiten
    • konkret formulierte Stellenanzeigen
    • unkomplizierte Online-Formulare
    • gut vorbereitete Vorstellungsgespräche
    • die Vorteile für die Pflegekräfte hervorheben
    • auf standardisierte Nachrichten verzichten

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    Mehr zu den Erfolgsfaktoren im Recruiting erfahren Sie in unserem Beitrag: Die Top 3 Erfolgsfaktoren für das Recruiting im Gesundheitswesen

    2. Arbeitgebermarke leben

    Die beste Employer Brand hilft ihnen nicht, wenn diese nur auf dem Papier besteht. Um Ihren guten Ruf als Arbeitgeber überhaupt erst nach außen kommunizieren zu können, müssen Sie Ihre Arbeitgebermarke auch nach innen hin leben. Ein Arbeitgeber, der seine Pflegekräfte nicht wertschätzend behandelt, kann keine glaubwürdige Employer Brand aufbauen.

    Denn Ihr Ruf als Arbeitgeber steigt und fällt mit Ihrem Team. Hierzu ist wichtig zu wissen, was sich Pflegekräfte von Arbeitgebern wünschen, wo Ihr Haus steht und wie zufrieden Ihre Bestandsmitarbeiter:innen sind.

    Warum zufriedene Mitarbeiter:innen das A und O sind und wie Sie Pflegekräfte langfristig im Unternehmen halten, können Sie in diesem Beitrag nachlesen: Mitarbeiterbindung in der Pflege – So geht’s 

    3. Mitarbeiter:innen als Markenbotschafter einsetzen

    Zufriedene Beschäftigte sind Ihr stärkster Hebel im Employer Branding. Denn was ist glaubwürdiger als Mitarbeiter:innen, die positiv über ihren Arbeitgeber reden? Als authentische Botschafter können sie hautnah Einblicke in ihren Arbeitsalltag geben und Fragen zum Betriebsklima beantworten. Dies kann sowohl im privaten, als O-Ton auf Ihrer Website als auch auf Ihren Social-Media-Plattformen sein.

    Mitarbeiterbindung (3)

    Nicht immer ist es der Fall, dass Mitarbeiter:innen, auch wenn sie zufrieden sind, persönlich hervortreten möchten. Statt einzelne Pflegekräfte zu Wort kommen zu lassen, besteht eine sehr wirksame Maßnahme aber auch darin, die (positiven) Ergebnisse Ihrer Mitarbeiterzufriedenheitsumfrage zu veröffentlichen. 

    Einen Schritt weiter gehen Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programme. Mitunter kennen Ihre Mitarbeiter:innen ja jemanden in Ihrem Umfeld, der super ins Team passen würde. Mit einer Prämie setzen Sie noch einmal einen besonderen Anreiz, Ihre Einrichtung, als Arbeitgeber weiterzuempfehlen. Letztlich erfolgt die Empfehlung an Freunde und Bekannte nicht wegen der Provision, sondern weil Ihre Beschäftigten von Ihnen als Arbeitgeber überzeugt sind.

    4. Online-Bewertungsportale

    Arbeitgeber-Bewertungsportale erlauben es Jobsuchenden, einen ersten Eindruck von einem Arbeitgeber zu gewinnen. Die gängigen Plattformen wie kununu und glassdoor sind Bewertungen von Pflegekräften bislang allerdings eher selten.

    Einen ersten Eindruck über ihren künftigen Arbeitgeber erhalten Pflegekräfte die Bewertungen im Google-Unternehmensprofil oder den AOK-Pflegenavigator.

    Tipp: Mit unserer Care Rockets Arbeitgeber-Übersicht ermöglichen wir Pflegekräften, ihren Arbeitgeber anonym zu bewerten. Mittlerweile finden sich hier Bewertungen zu über 14.000 Arbeitgebern.

    Unser Care Rockets Attraktivitätsindex gibt an, wie beliebt dieser Arbeitgeber bei Pflegekräften ist. Der Algorithmus errechnet die Punktzahl aus neun Faktoren (unter anderem Bewertungen, Beliebtheit der Jobangebote, Verlässlichkeit des Arbeitgebers in Bewerbungsprozessen).

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    Viele Unternehmen in der Gesundheitsbranche sehen solche Bewertungen bislang allerdings mit Argwohn. Völlig unrecht! Denn Bewertungsportale sind ein wichtiger Kanal im Employer Branding. 

    Verhindern, dass Ihr Unternehmen hier bewertet wird, können Sie ohnehin nicht. Machen Sie also das Beste daraus. Zwar können sie keine Bewertungen löschen oder verändern, wohl aber hierauf reagieren und Stellung beziehen. Bedanken Sie sich für positive Bewertungen. Zeigen Sie, dass Sie Kritikpunkte ernst nehmen und beziehen Sie Stellung zu ungerechtfertigten Anschuldigungen.

    Die meisten Plattformen ermöglichen es auch, eigene Daten zu hinterlegen. Stellen Sie kurz und prägnant Ihr Unternehmen vor und weisen Sie auf die wichtigsten Benefits hin.

    Im Übrigen hinterlassen auf Bewertungsportalen nicht nur Ex-Mitarbeiter:innen Bewertungen, sondern auch aktuell Beschäftigte. Dies können sie nutzen, um ihr Team auf diese Möglichkeit hinzuweisen. In Deutschland gilt oft „nichts gesagt, ist gelobt“. Es sind fast immer die Unzufriedenen, die sich Wort melden, während die Zufriedenen schweigen. Es kann sich also lohnen, die eigenen Mitarbeiter:innen aktiv anzusprechen.

    Wichtig: Bauen Sie keinen Druck auf. Die Bewertung sollte freiwillig und authentisch sein. Wenn die gesamte Belegschaft, zum gleichen Zeitpunkt Ihr Unternehmen überschwänglich lobt, werden die Leser:innen dies schnell merken. Sie haben dann das genaue Gegenteil erreicht.

    Erklären Sie Ihrem Team, wie eine Bewertung helfen kann. Immerhin ist jede neue Pflegekraft auch eine Entlastung für die Anderen. Bitten Sie darum, einfach ehrlich zu sein und dass die Bewertung durchaus auch Verbesserungsvorschläge enthalten darf.

    5. Storytelling auf Social Media

    Soziale Netzwerke sind für Kandidat:innen ein wichtiger Ausgangspunkt, um mehr über den Ruf eines Arbeitgebers zu erfahren. Richtig gemacht kann Social Media ein mächtiger Hebel beim Aufbau einer starken Arbeitgebermarke sein.

    Hier ein paar Tipps, wie Sie auch als Anfänger die Sozialen Netzwerke für Ihr Unternehmen nutzen können:

    Tipp 1: Konzentrieren Sie sich auf das richtige Netzwerk
    Facebook, Instagram, Twitter, TikTok, LinkedIn, Xing … – die Social Media Welt ist groß. Aber keine Sorgen. Sie müssen nicht auf all diesen Plattformen aktiv sein. Konzentrieren Sie sich auf das richtige Netzwerk. Ein bis zwei aktive Netzwerke, auf denen ihre Zielgruppe ist, sind völlig ausreichend. So erreichen Sie junge Pflegekräfte gut auf Instagram oder TikTok, während Sie Kandidat:innen für die Pflegedienstleitung mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Facebook und LinkedIn erreichen können.

    Tipp 2: Teilen Sie nicht auf jeder Plattform dieselben Inhalte

    Was auf Instagram funktioniert, eignet sich noch lange nicht für TikTok. Die Plattform bestimmt den Content. Während Instagram eher nach ästhetisch hochwertigeren Bildern oder Videos verlangt, kommen auf TikTok eher weniger perfekte Inhalte an. Auf LinkedIn wiederum geht es deutlich geschäftlicher zu. Hier können Sie mit Inhalten über die Pflegebranche punkten.

    Tipp 3: Verwenden Sie keine Stockbilder

    Authentizität schlägt Hochglanz! Verzichten Sie auf Stockbilder. Verwenden Sie stattdessen lieber Fotos der eigenen Mitarbeiter:innen (deren Einverständnis vorausgesetzt) und Ihrem Haus. Solche Einblicke hinter die Kulissen sind es, was zukünftige Kolleg:innen interessiert und sie nahbar macht.

    Tipp 4: Interagieren Sie mit Ihren Followern

    Social Media ist keine Einbahnstraße. Nehmen Sie sich unbedingt die Zeit, auf Kommentare zu reagieren und Nachrichten zu beantworten.

    Tipp 5: Holen Sie sich Hilfe

    Zugegeben: Social Media ist ein Handwerk für sich und nicht jeder hat ein Gespür für die richtigen Inhalte. Manchmal kann es hilfreich sein, sich Unterstützung zu holen. Dies muss nicht immer eine Agentur oder ein Social-Media-Profi sein. Wie wäre es, wenn Sie Ihren nächsten Praktikanten bitten, Einblicke in seinen Praktikumsalltag auf Ihrem Account zu teilen.

    Beispiel: Klinikum Dortmund

    Ein anschauliches Beispiel, wie Employer Branding auf Social Media funktionieren kann, ist das Klinikum Dortmund. Auf dem TikTok-Kanal berichten Mitarbeiter:innen in kurzen, humorvollen Sequenzen über ihren Krankenhausalltag. Mit Erfolg: Der Kanal hat bereits knapp 80.000 Follower:innen

    TikTok Klinikum Dortmund

    Quelle: Screenshot TikTok-Profil vom Klinikum Dortmund

    6. Unternehmensblog

    Neben Social Media ist ein Unternehmensblog eine hervorragende Bühne für Ihre Employer Brand. Für viele Kandidat:innen ist ein Blick auf die Firmenwebsite obligatorisch. Im Gegensatz zu den gängigen sozialen Netzwerken hat ein Blog den Vorteil, dass Sie nicht von Zeichenbegrenzungen, Richtlinien und Co. abhängig sind. Die Spielregeln liegen bei Ihnen.

    Wichtig: Selbstverständlich dürfen Sie auf Ihrem Blog Ihre Arbeitgebervorteile ins rechte Licht rücken. Übertreiben Sie es aber nicht. Es gilt: Show, don’t tell. Mit Einblicken in den Arbeitsalltag oder Interviews Ihrer Mitarbeiter:innen erreichen Sie höchstwahrscheinlich mehr, als wenn Sie die Vorzüge Ihrer Einrichtung auflisten.

    7. Kooperationen mit Bildungsträgern

    Von einer Partnerschaft zwischen Unternehmen in der Pflege und Bildungseinrichtungen, wie Schulen und Universitäten, profitieren beide Seiten. Schulen können ihre Schüler:innen durch Besichtigungen und vermittelte Praktika an die Arbeitswelt heranführen. Sie als Arbeitgeber in der Pflege haben die Chance, bei den Schüler:innen einen guten Eindruck zu hinterlassen.

    Auch wenn aus Ihrer Praktikant:in kein zukünftiges Teammitglied wird, können Sie sicher sein, dass wenn er oder sie das Praktikum zufrieden beendet, in seinem oder ihrem Umfeld positiv davon berichten wird. Neben Praktika könnte eine solche Zusammenarbeit auch aus Besichtigungen, Unterrichtsprojekten oder Erste-Hilfe-Kursen bestehen. 

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    Neben Schulen sollten Sie auch die Unis nicht vergessen. Viele Studiengänge wie Medizin verlangen von ihren Student:innen ein Pflichtpraktikum im Pflegebereich. Aber auch Student:innen in Studiengängen wie Gesundheitsökonomie, die kein verpflichtendes Praktikum in ihrer Studienordnung stehen haben, könnten von einem Einblick in den Pflegeberuf profitieren.

    Tipp: Haben Sie schon einmal vom Boys’ Day gehört? Ziel des "Jungen-Zukunftstages" ist es, eine Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees bundesweit zu etablieren. Unternehmen aus Branchen, die eher weiblich geprägt sind, laden für einen Tag Jungen ab der 5. Klasse ein, ihr Berufsfeld kennenzulernen.

    Laut einer Studie von Statista waren 2021 83 % der Beschäftigten in der Pflege Frauen. Wie wäre es, wenn Sie den Tag zum Anlass nehmen, nicht nur an Ihrer Employer Brand zu arbeiten, sondern gleichzeitig mit Klischees über den Pflegeberuf aufzuräumen. Anmelden können Sie sich über die Projekt-Website: https://www.boys-day.de/ 

    Fazit: Employer Branding in der Pflege lohnt sich

    In einer Branche mit einem derartigen Fachkräftemangel wie in der Pflege ist eine starke Arbeitgebermarke besonders wichtig. Mit einem wirkungsvollen Employer Branding stärken Sie sowohl Ihr Recruiting als auch die Bindung der Mitarbeiter:innen ans Unternehmen.

    Beim Employer Branding in der Pflege geht es nicht darum, eine Hochglanz-Kampagne zu entwickeln, sondern eine, die die Persönlichkeit Ihres Unternehmens widerspiegelt. Mit Kreativität, Ausdauer und Offenheit können Sie bereits mit kleinem Budget erfolgreich sein.

    Wir von Care Rockets unterstützen Sie dabei, als guter Arbeitgeber sichtbar zu sein und unkompliziert mit Pflegekräften in Kontakt zu treten. Auf Care Rockets finden Sie über 20.000 registrierte Pflegekräfte, die für einen Wechsel offen sind. 

    Melden Sie sich heute noch in unserer kostenlosen Care Rockets Free Forever Version an und finden Sie motivierte Pflegekräfte.